Glossar: Arbeitszeugnis

Was ist ein Arbeitszeugnis?

Ein Arbeitszeugnis entspricht einer Urkunde über ein Beschäftigungsverhältnis. Dieses wird vom Arbeitgeber erstellt. Dabei ist es von einem persönlichen Empfehlungsschreiben und einer Begründung zum Betriebsausscheiden abzugrenzen. Dem Arbeitnehmer obliegt die Wahl zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Arbeitszeugnis.

Von einem einfachen Arbeitszeugnis wird gesprochen, wenn lediglich die gesetzlichen
Mindestanforderungen enthalten sind. Dazu zählen Art und Dauer der Tätigkeit. Es ist im Regelfall mit dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses fällig und zu übergeben.

Von einem qualifizierten Arbeitszeugnis wird gesprochen, wenn zusätzlich zu den gesetzlich
geforderten Angaben auch die Arbeitsleistung und das dienstliche Verhalten des ehemaligen Arbeitnehmers beurteilt werden. Hierbei ist eine wohlwollende Formulierung angeordnet, damit der berufliche Neueinstieg des Arbeitnehmers nicht erschwert wird. Außerdem ist auf Wahrheit und Vollständigkeit zu achten. Das qualifizierte Arbeitszeugnis wird oftmals nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses erstellt. Man nennt es auch Endzeugnis. Ein Zwischenzeugnis wird erstellt, wenn eine gravierende Änderung im Arbeitsverhältnis vorgenommen wird. Dazu zählt ein Wechsel des Vorgesetzten oder eine Versetzung in eine andere Abteilung.

Gesetzliche Vorgaben sind im §103 der Gewerbeordnung nachzulesen.

Die Form ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, jedoch ist es auf Verlangen auf Geschäftspapier und nicht handschriftlich zu erstellen. Rechtschreib- und Grammatikfehler sind zu korrigieren. Die Formulierung ist dem Arbeitgeber zumeist freigestellt. Von Doppeldeutigkeit sollte abgesehen werden.