Glossar: Geschäftsführervertrag

Was ist ein Geschäftsführervertrag?

Bei einem Geschäftsführervertrag handelt es sich um einen Vertrag, der zwischen dem
Geschäftsführer und dem Unternehmen besteht. Ein Vertrag ist ein Rechtsgeschäft,
welches durch mindestens zwei aufeinander bezogene, inhaltlich übereinstimmende
Willenserklärungen zustande kommt. Ein Geschäftsführer leitet die Geschäfte eines Unternehmens oder eines Vereins. Er übernimmt hauptsächlich Führungsaufgaben und ist berechtigt im Unternehmen Einstellungen oder Entlassungen zu veranlassen.

Es handelt sich bei einem Geschäftsführervertrag meistens um einen Werkvertrag,
zum Teil werden aber auch Dienstverträge geschlossen. Der Geschäftsführer wird für
eine bestimmte Zeit eingestellt: in der Regel für fünf Jahre bei einem mittelständigen
Unternehmen. Es können jedoch auch längere oder kürzere Laufzeiten vereinbart werden.
Der Vertrag verlängert sich ohne eine entsprechende Kündigung stets um ein weiteres
Jahr. Der Geschäftsführer schuldet der Firma im Rahmen des Werkvertrages bestimmte
Leistungsziele. Im Gegenzug kann er frei über die inhaltliche und zeitliche Gestaltung seiner Arbeit bestimmen. Die Angemessenheit des gezahlten Gehaltes an den Geschäftsführer
wird vom Finanzamt überprüft, da der Gesellschafter das Gehalt des Geschäftsführers
grundsätzlich zivilrechtlich beliebig festlegen könnte. Steuerlich wird eine Gehaltsgrenze
gesetzt, indem auf einen fremden Dritten abgestellt wird und lediglich das Gehalt gezahlt
wird, welches einem solchen auch gewährt werden würde. Zugrunde gelegt wird dabei der
Maßstab des „Fremdüblichen“.

In einer GmbH wird der Geschäftsführer entweder bestellt oder abberufen. Im GmbH-Gesetz
finden sich hierzu detaillierte Regelungen. Der Geschäftsführer ist Organ der GmbH und
gleichzeitig gesetzlicher Vertreter. Außerdem ist er Angestellter der Gesellschaft.