Glossar: Schadensersatz

Was versteht man unter Schadensersatz?

Der Schadensersatz beschreibt den Ausgleich für einen Schaden, den jemand durch Verschulden eines anderen erhält. Ein Schaden ist hiernach jedes unfreiwillige Vermögensopfer. Dazu zählen materielle sowie auch immaterielle Rechtsgüter.

Grundsätzlich können sich Schadensersatzansprüche aus einem Vertrag, vertragsähnlichen Beziehungen und aus dem Gesetz ergeben. Diese werden durch das Zivilrecht geregelt. Unterschieden werden kann zwischen dem primären und dem sekundären Schadensersatzanspruch.

Der primäre Schadensersatzanspruch entsteht unmittelbar aus dem schädigenden Vorfall. Es ist nicht nötig, dass die Beteiligten in einem besonderen Verhältnis zueinander stehen. Der sekundäre Schadensersatzanspruch hingegen setzt voraus, dass eine vertragliche oder vertragsähnliche Pflicht durch den Schädiger verletzt wurde. Es muss also eine Sonderverbindung zwischen den Beteiligten bestehen. Im Allgemeinen liegt der Schadensersatz einer Verschuldenshaftung zugrunde. Das bedeutet, es ist ein rechtswidriges und schuldhaftes Unterlassen zu fordern. In manchen Fällen ist es aber auch möglich, verschuldensunabhängig zu haften, wie in den Fällen der Erfolgs- und Gefährdungshaftung. Der Schadensersatz erfolgt grundsätzlich auf dem Wege der Naturalrestitution. Der Geschädigte kann seinen Schaden daher so ersetzt verlangen, als wäre dieser nicht eingetreten. Dieser Grundsatz findet sowohl bei materiellen als auch bei immateriellen Schäden Geltung. Wenn das Gesetz es vorsieht, kann eine Kompensation auch durch Geldersatz erfolgen. Dies ist regelmäßig bei Personenverletzungen und Sachbeschädigungen möglich.

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