Glossar: Unbefristeter Arbeitsvertrag

Was ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag?

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag ist eine Vereinbarung über ein Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, welche keine zeitliche Begrenzung aufweist. Demnach ist, im Gegensatz zum befristeten Arbeitsvertrag, zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Kündigung notwendig.

Dabei sind gesetzliche Kündigungsfristen zu beachten, sofern im Arbeitsvertrag oder im geltenden Tarifvertrag keine anderen Klauseln erfasst sind. Gibt es eine vertraglich geregelte Probezeit, so ist während dieser Phase eine Kündigung innerhalb von zwei Wochen möglich. Danach gilt eine Kündigungsfrist von vier Wochen. Mit andauernder Betriebszugehörigkeit verlängert sich die gesetzliche Kündigungsfrist. So beträgt diese beispielsweise nach acht Jahren bereits drei Monate; nach fünfzehn Jahren ist eine Kündigunsfrist von sechs Monaten einzuhalten. Diese Kündigungsfristen kommen bei einer ordentlichen Kündigung zur Anwendung. Bei einer außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund, zum Beispiel der Diebstahl von Firmeneigentum, kann der unbefristete Arbeitsvertrag ohne die Einhaltung von Fristen beendet werden.

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag muss dann abgeschlossen werden, wenn eine Befristung unzulässig ist. Wenn ein Arbeitnehmer beispielsweise einen auf zwei Jahre befristeten Arbeitsvertrag hatte, ist eine befristete Verlängerung des Arbeitsverhältnisses nicht möglich. Der Arbeitgeber muss demnach einen unbefristeten Vertrag anbieten – oder der Arbeitnehmer verlässt das Unternehmen. Ebenso muss ein unbefristeter Arbeitsvertrag geschlossen werden, wenn der Arbeitnehmer bereits zuvor bei dem Arbeitgeber beschäftigt war. Dabei ist es unerheblich, ob dem vorigen Arbeitsverhältnis ein befristeter oder ein unbefristeter Vertrag zu Grunde lag.