Glossar: Urlaubsgeld

Was versteht man unter Urlaubsgeld?

Das Gesetz unterscheidet zwischen Urlaubsgeld und Urlaubsentgelt. Unter Letzterem wird eine einmal jährlich fällige, freiwillige Leistung seitens des Unternehmers als Aufwendungsersatz für urlaubsbedingte Mehrkosten der Arbeitnehmer verstanden. Es handelt sich hier ausdrücklich um eine Geldleistung, die freiwillig gezahlt wird und keinem gesetzlichen Anspruch entstammt. Allerdings kann ein Anspruch durch bestimmte Voraussetzungen begründet werden: Darunter fällt die Festsetzung der Leistungsbereitschaft im Arbeits- oder Tarifvertrag, die Begründung durch betriebliche Übung oder der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz.

Als Richtwert für die Festlegung der Höhe, legt der Unternehmer das monatliche Entgelt zugrunde. Ist der Anspruch durch oben genannte Voraussetzungen gegeben, kann er nicht auf einen bestimmten Personenkreis reduziert werden. Er gilt gleichermaßen für Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte, Minijobber und geringfügig Beschäftigte. Die Auszahlung erfolgt meist im Mai oder Juni eines Jahres.

Auch wenn kein rechtlicher Anspruch begründet ist, kann dieser sich in seiner Höhe ändern oder unter bestimmten Umständen gar wegfallen. Gründe hierfür können der krankheitsbedingte Ausfall des Urlaubs oder die Dauer der Betriebszugehörigkeit sein, wenn diese beispielsweise noch nicht erreicht wurde. Auch eine Änderung des Familienstandes kann einen Grund darstellen, aber auch Familienzuwachs, wenn die Arbeitszeit als Bemessungsgrundlage dient sowie auch bei Kündigung des Mitarbeiters. Im letzten Fall muss der Arbeitnehmer bereits erhaltene Zahlungen im Verhältnis zu seinem nun verringerten Urlaubsanspruch an den Arbeitgeber zurückerstatten.