Glossar: Vergleichsmiete

Was ist eine Vergleichsmiete?

Unter einer Vergleichsmiete, auch ortsübliche Vergleichsmiete genannt, versteht man diejenige Miete, welche in den Gemeinden für einen nicht preisgebundenen Wohnraum gleicher Größe, Art, Beschaffenheit und Lage gezahlt wird. Dabei werden unter den Mieten, nur diejenigen berücksichtigt, die in den letzten vier Jahren vereinbart oder erhöht wurden. Sie umfassen die Nettokaltmieten, demgemäß also die Mieten ohne Betriebskosten, Heizkosten sowie Nebenkosten.

Die Vergleichsmieten einer Gemeinde werden in einer Übersicht, welche als Mietspiegel bezeichnet wird, aufgeführt. Dieser Mietspiegel dient der Markttransparenz. Der Vermieter kann unter Zustimmung des Mieters eine Erhöhung der Miete bis hin zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen. Dabei darf es sich jedoch nur um Wohnraum handeln, der nicht öffentlich gefördert wird. Die ortsübliche Vergleichsmiete darf dabei nicht überschritten werden. Ortsübliche Vergleichsmieten werden unter bestimmten Regeln aufgestellt. Als Grundlage für die Ermittlung einer ortsüblichen Vergleichsmiete dienen alle zur Verfügung stehenden Daten, welche zu diesem Zweck gesammelt wurden. Weiterhin dienen Vergleichsmieten zu Untersuchungszwecken, wobei unübliche Mieten ausgesondert werden. Abschließend wird in einem letzten Schritt die einzelne Wohnung nach Art, Lage, Beschaffenheit und Größe bewertet und so eine Einzelvergleichsmiete erstellt. Damit zeigt eine Vergleichsmiete den auf dem Wohnungsmarkt aktuell bestimmenden Mietpreis an.

Bei einer Neuvermietung darf der Mietpreis jedoch höchstens 20 % der ortsüblichen Vergleichsmiete überschreiten.

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