Glossar: Wohngemeinschaft

Was versteht man unter einer Wohngemeinschaft?

Um Kosten zu sparen, gründen vor allem Studenten gerne Wohngemeinschaften, kurz WG. Dabei gilt es aber zu berücksichtigen, dass dadurch nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet wird. Bei einer GbR haften die Gesellschafter persönlich mit ihrem gesamten Vermögen. Im Falle der Wohnungsgemeinschaftsgründung bedeutet das, dass wenn einer der Mitbewohner seinen Anteil der Miete nicht bezahlen kann, die anderen seinen Anteil begleichen müssen. Bei einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts gibt es keine Formvorschrift. Es bedarf ebensowenig eine Handelsregistereintragung zur Gründung der Gesellschaft. Im Allgemeinen besteht eine WG aus mehreren Personen, die keine Familie bilden.

Es gibt mehrere Möglichkeiten eine Wohngemeinschaft zu gründen:

Einer der Bewohner ist der Hauptmieter und die anderen sind lediglich Untermieter. Im Falle der Nichtzahlung eines Untermieters muss der Hauptmieter die Zahlung übernehmen. Hinzu kommt, dass der Hauptmieter auch für Schäden gegenüber dem Vermieter haftet. Allerdings kann der Hauptmieter die Wohnung ohne die Einholung des Einverständnisses der Untermieter kündigen.

Sind alle Bewohner Hauptmieter, stellen sie eine Gbr dar. Damit haften auch alle persönlich und sind dafür verantwortlich, dass die Miete bezahlt wird. Dies ist die gängigste Variante bei der WG-Gründung. Die Kündigung der Mietsache kann dabei nur mit Zustimmung der anderen Bewohner erfolgen. Bei dieser Variante schließt jeder Bewohner einen separaten Vertrag mit dem Vermieter und bezahlt damit nur seine Miete.

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